Schulbank beschmieren war gestern

„Jeder hat mal klein angefangen“, dieses Sprichwort kennt wohl jeder und genauso war es auch bei Moritz Burkart aka EMST, einem aufstrebenden Innsbrucker Künstler, dessen Karriere mit “Schulbankkritzelei” startete.

EMST – das ist der Künstlername des Innsbrucker Architekturstudenten Moritz Burkart, der EMST aus den Anfangsbuchstaben eines Satzes formte, der aber sein Künstlergeheimnis bleibt. Schade eigentlich. EMST hat schon früh damit begonnen, seine künstlerischen Fähigkeiten auszuleben und so kam es, dass auch mal auf Schulbänken die Malereien von ihm zu sehen waren. Bei ihm passierte das nicht aus Langeweile, sondern er legte mit “Schulbankkritzelei” den Grundstein für seine Karriere. Objektgegenstände wie Parfumflaschen von Chanel und Tiere wie rosa Flamingos, haben es in sein Künstler-Herz geschafft, das auch einmal der Graffiti-Szene angehörte.

Diese wurde ihm zu “heiß”, wie er selbst sagt: „Die haben damals einen von uns erwischt, das war echt nicht witzig und dann war für mich Schluss”. Wände sind aber immer noch ein “Medium” für seine Kunst, nur nicht mehr auf der Straße, sondern in Räumlichkeiten von Leuten die sich einen echten “EMST” ins Wohnzimmer holen, oder  Lokalbetreiber, die nach einem außergewöhnlichem Design streben.

„Ich finde Kunst soll für einen gewissen “Wow-Effekt” sorgen.“

IMG_2259Wenn er nicht gerade mit Stiften beschäftigt ist, holt ihn die Vergangenheit ein und er greift zur Spraydose und seinem Air-Brush-Gerät und bringt seine Kunst an die Wand, natürlich mit “Wow-Effekt”.

Diesen hat man bestimmt, wenn man unserem Innsbrucker “Tante Emma Club” einen Besuch abstattet. Der ein oder andere hat sie vielleicht schon gesehen, die beiden rosa Flamingos an Tante Emmas Wand.

Die sehen nüchtern schon “flashig” aus und ein genaueres Betrachten um 5:00 Uhr morgens sei daher jedem ans Herz gelegt. Derzeit verschönert er das neue Lokal “Machete Burrito Kartell”. Eine Ausstellung in der Bäckerei ist auch geplant – man darf also gespannt sein, was EMST sonst noch so aus dem Ärmel zaubert.

 

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Text: Christoph Jelinek, Fotos: EMST