„Meine Mode entsteht aus Emotionen heraus“

Lisa Saurer ist jung, kreativ und hat definitiv ein Händchen für Nadel und Faden. Die in Innsbruck lebende Jung-Designerin kreiert ihre Mode aus Erlebnissen und Emotionen heraus und betreibt ihr eigenes Label – “Fernweh”.

Lisa, du bist Modedesignerin, was genau machst du?

Ich habe vor zwei Jahren das Kolleg für Modedesign und Bekleidungstechnik in Wien beendet und seitdem schneidere ich Unikate. Nebenbei arbeite ich in verschiedenen Bereichen wie Kinderbetreuung, als Kellnerin und ein paar Praktika habe ich auch absolviert. In jedem Bereich habe ich viel dazugelernt. Vor meiner Karriere als Designerin habe ich eine Ausbildung zur Kindergärtnerin gemacht und zwei Jahre in der Sprachförderung als Pädagogin gearbeitet. Während dieser zwei Jahre habe ich auch schon viel geschneidert.

 

Warum Modedesign? Wie kam es dazu?

Ich war als Kind sehr kreativ. Meinen Puppen habe ich eigene Kleider geschneidert und ich habe viel gezeichnet. Dazu inspiriert hat mich unter anderem eine Freundin, die vor mir mit dem Kolleg für Modedesign und Bekleidungstechnik begonnen hat. Ich habe in Innsbruck alles liegen und stehen gelassen und bin nach Wien gezogen.

 

Hast du Vorbilder aus der Modebranche an deren Stil du dich orientierst?

Großteils nehme ich die Inspirationen für meine Mode aus verschiedenen Momenten heraus. Momente die ich selbst erlebt habe. Ich treibe sehr viel Sport, bin gerne draußen in der Natur und da inspirieren mich zum Beispiel die Strukturen von Felsen. Ich achte auf die Farbtöne und Formen. Ein wichtiger Bestandteil für meine Arbeit ist auch die Musik, sie bringt mich auf Ideen. Ich denke, man kann sich aus vielen Bereichen im Leben Inspirationen holen.

 

Foto von Dominique Huter Photography

Foto von Dominique Huter Photography

 

Inwiefern inspiriert dich dabei Musik?

Musik erweckt Emotionen in mir und sie bringt mich auf kreative Gedanken.

 

Wurde aus diesen Emotionen und kreativen Gedanken dein eigenes Label “Fernweh”?

Nach dem Namen “Fernweh” habe ich über drei Jahre lang “gesucht”. Mittlerweile gibt es das Label seit eineinhalb Jahren. “Fernweh” war nicht einfach so da, es ist entstanden. “Fernweh” hat für mich was mit Sehnsucht allgemein und Sehnsucht nach bestimmten Orten zu tun. Natürlich sind dabei Emotionen im Spiel.

 

1525132_631528073636579_4116987577270252994_nMan kann deine Sachen auch kaufen. Hast du einen eigenen Store oder Online-Shop?

Einen eigenen Store oder Online-Shop habe ich bis jetzt noch nicht – mache mir aber Gedanken darüber. Wer sich für meine Mode interessiert, der kann mir auf Facebook schreiben um genauere Details zu besprechen. Meine Sachen findet man auch auf einigen Innsbrucker Design-Märkten, wo ich dann einen Verkaufsstand habe.

 

Sieht man deine Mode auch auf den Laufstegen dieser Welt?

Wir hatten eine Abschlussmodenschau im Völkerkundemuseum und meine Kollektion wurde dann auch im Museumsquartier in Wien gezeigt. Ich habe selbst bei Fashion-Shows als Dresser mitgearbeitet. Der “Life Ball” in Wien war unter anderem dabei.

 

Was trägst du persönlich am liebsten?

Ich trage sehr gerne meine eigenen Sachen und ich liebe Kleider, Röcke und Oversize-Pullover. Das fließt natürlich auch in meine Kollektionen mit ein.

 

Was kann man sich in Zukunft erwarten? Gibt es konkrete Pläne?

Ich möchte meine Sachen in verschiedenen Stores verkaufen und auf jeden Fall noch mehr Mode kreieren. Irgendwann möchte ich von der Mode leben können, das wäre super!

 

 

 


Interview / Text: Christoph Jelinek, Titelbild: Sarah Osl