“Ein Festival von Freunden für Freunde”

Stadtbekannt, beliebt und absolut tanzbar, versehen mit einem Hauch von Luft und Liebe. Für all das steht “Bonanza”, das Innsbrucker Veranstaltungs-Kollektiv, das wohl für die besten Indoor & Outdoor Festivals der Stadt zuständig ist. Bonanza ist für jeden, der Liebe, Luft und Freiraum verehrt. Warum das so ist, verraten die Jungs im Interview.

Was versteht man unter “Bonanza” und was genau macht ihr?

Wir haben Bonanza im Frühling 2013 als Veranstaltungs-Kollektiv gegründet. Ziel war es, ein nicht kommerzielles Festival für elektronische Musik in Innsbruck zu etablieren. Dabei steht der partizipative Charakter im Vordergrund – wir arbeiten mit vielen Leuten zusammen und sind auch froh über neue Gesichter. Es sollen Festivals von Freunden für Freunde sein und genau dieses Gefühl hat man bei unseren Veranstaltungen. Das erste Festival war finanziell etwas schwierig für uns – wir hatten damals vierzehn Grad, Regen und die Besucheranzahl hielt sich in Grenzen. Die Stimmung war trotzdem besonders. Mit der Organisation des ersten Festivals ist auch das  “Sonnendeck” entstanden. Neben dem Sonnendeck haben wir auch drei Indoor-Veranstaltungen: Bonanza Herbssturm, Bonanza Schneegestöber und Bonanza Mairauschen. Das große Open-Air Festival findet im Sommer statt.

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Partizipativ klingt gut! Also einen Konkurrenzkampf mit anderen Veranstaltern gibt es demach nicht?

Wir versuchen eigentlich mit jeder Crew in Innsbruck zusammenzuarbeiten, um eben den partizipativen Teil zu fördern. Einen Konkurrenzkampf haben wir nicht und wollen wir auch nicht. Ein gutes Beispiel ist das Sonnendeck, da stellen wir die Infrastruktur und das ganze “Drumherum” zur Verfügung und da haben alle die Möglichkeit vor Publikum zu spielen.

 

Wo, wie, was ist Sonnendeck?

Von April bis September veranstalten wir jeden Mittwoch bei Schönwetter ein Open-Air hinter der Hauptuni. Wir wollen damit den Studenten, die den ganzen Tag in der Bibliothek sitzen, eine Möglichkeit zum gemütlichen Beisammensein mit gratis Musikprogramm bieten. Decken, Getränke und Tanzschuhe sollte man also keinesfalls daheim vergessen!

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Steht Bonanza ausschließlich für elektronische Musik?

Bei den Main-Festivals, die ungefähr drei mal pro Jahr stattfinden, liegt der Fokus klar auf elektronischer Musik. Beim Sonnnendeck gibt’s immer drei Playtimes, wovon die letzte mit Sicherheit elektronisch ist. Am Beginn des Abends wird auch mal Funk oder Hip-Hop gespielt, das sorgt einfach für gute Stimmung. Abwechslungsreiche Musik für ein gemischtes Publikum eben.

 

hannaHeuer habt ihr zum ersten mal im Winter ein “Wolkendeck” veranstaltet. Was hat es damit auf sich?

Das ganze hat eigentlich letztes Jahr schon mit einem Sonnendeck-Spezial im Winter angefangen. Dadurch dass die Veranstaltung hoch in den Bergen stattfand, haben wir das ganze Wolkendeck getauft und damit hoffentlich eine schöne Ergänzung zum Sonnendeck ins Leben gerufen.

 

Wolltet ihr mit den Open-Airs eine Lücke in Innsbruck schließen? Schließlich wart ihr die ersten, die das in Innsbruck groß aufgezogen haben.

Wir wollten einfach was Eigenes machen, was hier nach Innsbruck passt und die Vorteile der Stadt ausnutzen. Es gibt so viele Plätze, die man bespielen könnte und die sich wirklich gut anbieten. Die Kulisse die man beim Sonnendeck hat, mit Blick auf die Nordkette, findet man sonst nirgends. Das ist schon einzigartig.

 

 “Was bei Bonanza passiert, bleibt bei Bonanza.”

Bei so vielen Veranstaltungen erlebt man sicher so einiges. Erzählt doch mal von eurem schrägsten Erlebnis.

Auf jeden Fall erlebt man da was, doch was bei Bonanza passiert, bleibt bei Bonanza. Am besten einfach selbst vorbeikommen und erleben was wir erleben. Es zahlt sich aus ;).

Auf eurer Homepage steht “Bonanza ist mit dem ganzen Körper”. Was bedeutet das?

Cool mit dem Kopf wippen reicht bei uns nicht. Wenn du auf einem Bonanza-Event bist, dann bist du einfach mit Körper und Geist voll und ganz dabei.

 

 

Homepage: http://www.bonanza-festival.com/

Bonanza auf Facebook: https://www.facebook.com/bonanzafestival


Fotos: Daniel Tratz, Text & Interview: Christoph Jelinek